MIT-Bezirkstag diskutierte in Heidelberg über Europa in der Theorie und in der Praxis
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Die MIT-Nordbaden fordert die Senkung von Zulassungskosten für neu entwickelte Produkte
und die europaweite Anerkennung, wenn ein Produkt bereits in mindestens 6 von 27 EU-Staaten
anerkannt wurde.
Diese und weitere Forderungen standen auf der Agenda der jährlichen Bezirkstagung der 1.000 Mitglieder starken Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Nordbaden (MIT).
Gregor Wick, Vorsitzender der MIT, brachte die Probleme der Mittelständler auf den Punkt, in dem er hohe Kosten und Bürokratie bei neu entwickelten Produkten diskutieren ließ.
Als zielstrebiger Heidelberger Oberbürgermeister präsentierte sich im Grußwort Dr. Eckart Würzner. Er zählte zahlreiche Projekte der Universitätsstadt auf, mit denen man neben der Universität auch als Wirtschaftsstandort punkten wolle.
Hauptredner war Daniel Caspary MdEP, der der Frage nachging, welche Folgen durch die Ablehnung des EU-Vertrages durch Irland nun entstehen könnten. Dies auch vor dem Hintergrund eines immer präsenter werdenden Russlands. Cornelia Langer vom Euro-District aus Offenburg widmete sich der Frage "Europa zwischen Theorie und Praxis" und lud die versammelten Unternehmer ein, intensiver als bisher in unseren Nachbarländern Frankreich und Polen tätig zu werden, auch wenn hier und da noch Hürden existieren würden.
Bildungsexperte Johannes Krug, Karlsruhe, ging auf "Bildung, Jugend und Europa" ein und zeigte auf, mit welch anderem Blickwinkel die Jugend auf Europa schaue, als zum Beispiel noch die Gründergeneration der Bundesrepublik Deutschland.
Dem Wirtschaftsflügel der CDU geht die Erbschaftssteuerreform entschieden zu weit (Haltezeit und Fallbeilregel) und der Kraftstoffpreis sei entschieden zu hoch. Dass in diesem Kraftstoffpreis auch noch die staatlichen Abgaben der Mehrwertsteuer ausgesetzt werden, sei ein teurer Treppenhauswitz, der schnellsten korrigiert werden müsse, so Gregor Wick.

