Pressemitteilung:

MIT-Jahresempfang

Donnerstag, 4. März 2010

MIT-Jahresempfang
Festansprache durch Dr. Josef Schlarmann, Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.

Thema: "Mittelstandsentlastung - sind wir auf dem richtigen Weg?"



Wirtschaftswachstum durch Steuersenkung
Dr. Josef Schlarmann in Karlsruhe - über 150 Gäste

Die "Findigen" hatten es Gregor Wick angetan, als er auf Guido Westerwelle anspielend davon sprach, dass sich Deutschland augenscheinlich vom Land der Erfinder zum Land der Findigen gewandelt habe. Die "Findigen" wüssten heute nur zu genau, wie sie den Staat, mithin die Steuerzahler, umfänglich für sich in Anspruch nehmen könnten. Westerwelle habe das zu Recht angesprochen, um auf dieses große und teure Sozialproblem im Hartz-IV-Bereich hinzuweisen, so der MIT-Kreisverbandschef von Karlsruhe. "Findige" brächten aber auch Geld ins Ausland, um es nach ihrer Meinung vor der Umverteilung zu bewahren. Besonders "findig" sei aber auch der Staat selbst, der da rufe: "Haltet den Dieb!", obwohl gerade er mit zahlreichen Steuerverschwendungen den größten Schaden anrichten würde. Mehr Disziplin auf der Ausgabenseite forderte Wick von daher und machte deutlich, dass der Staat mehr Geld vergeude, als bei sog. Steuersündern zu holen sei. Zahlreiche Projekte, die das "Schwarzbuch des BdSt." für 2009 auflistete brachte Wick in Erinnerung.

Auch in diesem Jahr konnte die MIT Karlsruhe-Stadt wieder zahlreiche Gäste zu Ihrem Jahresempfang begrüßen. Unter ihnen Abgeordnete, Bürgermeister, Kammern- und Innungsvertreter und natürlich Kolleginnen und Kollegen aus der mittelständischen Wirtschaft.

Schlarmann fordert "Einigkeit und Basisorientierung"

Als Festredner reiste Dr. Josef Schlarmann nach Karlsruhe, um als MIT-Bundesvorsitzender kritische Worte für den derzeitigen Auftritt der schwarz-gelben Regierung zu finden, aber auch der MIT Karlsruhe-Stadt für ihr über Jahre stetiges Wachstum zu gratulieren. Angefangen bei 52 Mitgliedern im Jahre 2003 seien es nunmehr 110. Diese Arbeit vor Ort sei absolut wichtig, um die Interessen des Mittelstandes glaubhaft und wirksam zu vertreten, so Schlarmann.

"Nur durch Wirtschaftswachstum sind die öffentlichen Haushalte wieder in den Griff zu bekommen", mahnte Schlarmann. Vor diesem Hintergrund ergriff er Partei für die Steuersenkungspläne der neuen Regierungskoalition. "Jedenfalls, so Schlarmann, ist Wirtschaftswachstum mit einer Steuersenkung wahrscheinlicher als ohne." Er forderte "Einigkeit und Basisorientierung" und machte deutlich, dass "Deutschland eine Renaissance der bürgerlichen Mitte bräuchte". Die CDU jedenfalls sei in den letzten Jahren zu weit nach links gedriftet. Sie habe mit diesem Kurs aber an Zustimmung verloren, kaum neue Wähler/innen gewonnen, aber alte Wählerschichten schwer irritiert. Wer nach allen Seiten offen sei, so Schlarmann, der sei eben nach keiner Seite dicht. Damit erinnerte er an einen Satz Edmund Stoibers und bekam für seinen klaren und analytischen Vortrag den gebührenden langen Applaus.

Margret Mergen überzeugte mit Humor und Klarheit

Karlsruhes Wirtschaftsbürgermeisterin Margret Mergen betonte die Bedeutung des Mittelstandes auch für Karlsruhe. Die Krise habe die Gewerbesteuern dramatisch schrumpfen lassen. Sie hoffe, dass es bald zu einer Erholung der Wirtschaft komme und wünschte den anwesenden Selbständigen aus Handel, Gewerbe, Dienstleistung und Freien Berufen für die baldige Zukunft wieder steigende Umsatzzahlen. Nicht ohne humorvollen Hintersinn - denn damit würden auch die Gewerbesteuereinnahmen wieder anwachsen.

Das größte Lob für diesen gelungenen MIT-Abend zollten zwölf Gäste, die spontan in Karlsruhe in die MIT eintraten.

Kontakt:
info@mit-karlsruhe.de
www.mit-karlsruhe.de

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