2007 - 2009 Zwei Jahre Arbeit für den Mittelstand
Dienstag, 11. August 2009
"Ja zum Mittelstand - ja zu Baden-Württemberg",so lautet unser diesjähriges Motto des nordbadischen Mittelstandstages der MIT. Ein lebendiger Mittelstand ist Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Baden-Württemberg. Die Freiheit zum Handeln, aber auch die Befreiung von unnötigen finanziellen und strukturellen Belastungen im Mittelstand sind daher zentrale Forderungen der MIT.
Die Lage sieht aber derzeit ganz anders aus!
Vereinfacht gesagt ist "unten" nichts mehr zu holen, und "oben" sind es zu wenige, als dass es sich lohnen würde, diese Gruppe noch mehr zu belasten. Also muss mal wieder die Mittelschicht, mithin der Mittelstand, ran. Der Mittelstand wird unter den wachsenden Belastungen immer mehr zerrieben. Früher galt: Etwas aufbauen, für das Alter sparen und den Kindern etwas Gutes hinterlassen - heute ist das für die "Helden der schwarzen Null am Monatsende" trotz Doppelverdiener kaum mehr zu schaffen. Unser heutiger Mittelstandstag soll deshalb auch ein Hilferuf aus der ausgenommenen Mitte der Gesellschaft sein, deren steuerlicher "Mittelstandsbauch" das Unwort des Jahres 2010 werden sollte. Es handelt sich schließlich nicht um einen wohlgenährten Bauch des Mittelstandes, sondern geradezu um das Gegenteil, nämlich um eine erhebliche Netto-Delle im Portemonnaie der Bürger/innen.
Der Mittelstand und die Mittelschicht, also die bürgerlichen Leistungsträger/innen in unserem Land, die sozial nicht bedürftig, aber finanziell auch nicht sorglos sind, werden immer kleiner. Mit der Angst wächst der Frust, denn trotz vieler Lippenbekenntnisse aus der Politik, die "neue Mitte" zu stärken und als Stabilitätsfaktor der Demokratie zu fördern, wurde gerade dieser Teil der deutschen Gesellschaft in den letzten Jahren überdurchschnittlich belastet.
Anlass zur Besinnung
Ein Mittelstandstag kann also nicht darum herumkommen, sich diesem Generalproblem zu stellen. Nutzen wir die Energie dieses Tages, um der Politik Ideen mitzugeben, die helfen können, den Mittelstand zu entlasten und damit letztlich mehr für das Land zu erreichen. Ein Mittelstandstag ist daher auch Anlass zur Besinnung.
Die MIT-Nordbaden blickt auf zwei erfolgreiche Jahre zurück. Konsolidierung im Finanzwesen und im Bereich der Mitgliedschaften waren die Hauptziele, die wesentlich erreicht wurden. Ferner die programmatische Unterstützung der MIT Baden-Württemberg mit einigen politischen Anträgen und Aussagen für den CDU-Landestag in Karlsruhe und den MIT-Bundesdelegiertentag in Bremen.
In Nordbaden (Kurhaus Baden-Baden) fand die MIT-Landesdelegierten- tagung 2008 statt, die zu einer Erneuerung der Führungsspitze führte.
Insgesamt 18 MIT-Bezirksvorstandssitzungen (zumeist in Karlsdorf), einige Präsidiumssitzungen und sechs MIT-Fachtagungen zeugen von der aktiven Arbeit des heute zu entlastenden MIT-Bezirksvorstandes. Bei den gut besuchten MIT-Fachtagungen mit 30 bis 60 Teilnehmern waren Themen wie
- Unternehmenssteuerreform (in Forst),
- Vergabeordnung & Vergabepraxis in Baden-Württemberg
(in Heidelberg und in Mosbach),
- Das neue GmbH-Gesetz (in Pforzheim),
- Europa nach dem Irland-Referendum - und was nun? (in Heidelberg),
- Das aktuelle Erbschaftssteuerrecht und die Patientenverfügung
(in Ettlingen)
Schwerpunkte der Arbeit des Vorstandes.
Die MIT-Nordbaden unterstützte ihre Kreisverbände in vielerlei Hinsicht, vor allem jedoch logistisch und finanziell bei deren Veranstaltungs- durchführungen. In den gut aufgestellten MIT-Kreisverbänden herrscht reges Leben mit einer gut durchdachten Veranstaltungsvielfalt. Die neun MIT-Kreisverbände führten regelmäßig Veranstaltungen durch und hatten dabei häufig auch ein sehr gutes Presse-Echo. Der Mitgliederbestand konnte im Bezirk Nordbaden nahezu konstant gehalten werden und beträgt derzeit ca. 950 Unternehmer/innen und Führungskräfte der Wirtschaft.
Herzlichst
Ihr Gregor Wick

