Wann kommt der "Ruck"? - Perspektiven für Deutschland

Samstag, 25. Oktober 2003 19:30 Uhr

PerspektivenfuerDeutschland

Wann kommt der "Ruck"? - Perspektiven für Deutschland

So lautete das Thema des Vortrages von Prof. Dr. Gerd Langguth, Bonn, das ihm der CDU Kreisverband gemeinsam mit der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Karlsruhe zur Aufgabe gemacht hatte.

Die Veranstaltung der CDU Karlsruhe-Stadt, der MIT Karlsruhe-Stadt und des CDU AK Grundsatzfragen der CDU fand großen Anklang, denn der Vortragssaal im Kaiserhof war voll besetzt. Professor Dr. Gerd Langguth ist schließlich kein Unbekannter in der Landes-CDU, war er doch Landesvorsitzender der JU Baden- Württembergs und MdB für den Wahlkreis Esslingen. Außerdem war er Bundesvorsitzender des Rings Christlich Demokratischer Studenten (RCDS), Staatssekretär in Berlin und Geschäftsführender Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Bonn.

Anette Pekrul als stv. CDU-Kreisvorsitzende, Johannes Krug als Leiter des AK Grundsatzfragen sowie Gregor Wick, Kreisvorsitzender der MIT konnten mit Gerd Langguth also einen Profi im Handwerk der Politik begrüßen.

Als Geschäftsführer des BürgerKonvents (BK) besuchte Professor Langguth seine alte Heimat, um die Beweggründe des BürgerKonventes zu schildern, der sich gleichermaßen an die Regierung wie an die Opposition wende. Seit Mai des Jahres weist der BürgerKonvent mit großen Anzeigen deutschlandweit in den Medien (Fernsehen und Presse) auf das Fehlen der Umsetzung hin, die der Reformrhetorik folgen müsste. Was dazugehörte konnten die Teilnehmer am Abend hören: Zuviele Gesetze, die der Zustimmung des Bundesrates bedürften, ein überholter Länderfinanzausgleich, lange Rechtswege und eine überbordende Zuständigkeit des Staates in nahezu alle Lebensbereiche. Sein wichtigster Appell jedoch: Der Bundestag sei in erster Linie Vertretung der Bürger und nicht der Parteien. Gäbe es keine Steuerverschwendung in Milliardenhöhe, so bräuchte man auch weniger neue Schulden aufnehmen, so ein Fazit.

Andreas-Gregor Wick, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) moderierte den Abend und leitete die Diskussion. Dass der Kanzler zu Holzmann ginge, aber der Gerichtsvollzieher inzwischen zu den Mittelständlern käme, das sei ein trauriges Faktum, so Wick. Dem müsse man mit Kreativität und Engagement begegnen. Insofern habe der Vortrag Langguths seine Wirkung nicht verfehlt.

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